Geben Sie Ihrer Wanderung eine vierte Dimension
alpevents.ch bringt Ihnen Natur und Kultur näher, indem Sie unterwegs nicht nur sicher geführt werden, sondern Hintergründe und Geschichten zu Landschaft, Natur und Kultur erfahren und erleben. Speziell für unsere Weinliebhaber: www.weinwanderungen.ch – unsere Weinerlebnis-Webseite.

 

Die nächsten Angebote
ViaSpluga Kulturwander-Reise auf Römerspuren 7.-10. Juni 2016 CHF 1120.– Die Kulturwanderung über den Splügenpass, auf den historischen Spuren von Thusis nach Chiavenna. Medienartikel PDF
ViaStockalper Kulturwanderung
Simplonpass
12.-15. Juni 2016 CHF 980.– Dem Schlitzohr Stockalper auf den Fersen. Viertägige Wanderung mit Goldwaschen und viel Natur und Geschichte von Gondo nach Brig. PDF
Walserwanderung in Davos 30. Juni bis 3. Juli 2016 CHF 640.– Werden Sie Mitglied des Internationalen Vereins für Walsertum und kommen Sie mit auf die gemütlichen Themenwanderungen.
ViaCook Kulturwanderung über die Gemmi 6.-9. Juli 2016 CHF 1060.– Auf den Spuren von Thomas Cook durch die Schweiz. Viertägige Kulturwanderung von Salgesch nach Kander-steg und ins Gasterental. PDF
ViaValtellina – Weinweg von Klosters nach Tirano 11.-15. Juli 2016 CHF 1440.– Fünftägige Kulturreise von Klosters-Davos über das Engadin und Puschlav ins Bergell. PDF
Whisky-Night im Hochmoor Moosalp 17. Juni 2016 CHF 88.– Ergründung der Moorlandschaft auf der Moosalp mit Krimi, Whisky-Degustation und Gourmet-Nachtessen. PDF
Vom Genfersee um die Dents du Midi 17.-22. Juli 2016 CHF 1230.– Der unterste Teil des Wallis: Vom Genfersee, Lac de Tanay, Morgins um die Zähne des Mittags. PDF
Tour du Cervin um das Matterhorn 31. Juli – 7. August 2016 AUSGEBUCHT CHF 1690.– Achttägige Wandertour rund um den schönsten Berg. Herausfordernd – einsam – wunderschön. PDF
Engadiner Bergseen-Tour 8.-13. August 2016 CHF 1480.– Eine Woche lang jeden Tag einen der Bergseen in den Höhen des Engadins besuchen. PDF
Mattertaler Rolling Stones 16.-18. Aug. 2016 CHF 820.– 3 Tage in den Höhen zwischen Randa und Grächen, Hintergründe und Massnahmen von Naturgewalten inmitten der höchsten Berge der Schweiz PDF
Klima Hotspots im Mattertal 21.-23. Aug. 2016 CHF 820.– 3 Tage in den Schweizer Klima-Hotspot, Naturgewalten zwischen Randa und Zermatt PDF
Walserwanderung in Davos 25.-28. August 2016 CHF 620.– Werden Sie Mitglied des Internationalen Vereins für Walsertum und kommen Sie mit auf die gemütlichen Themenwanderungen.
ViaSbrinz Kulturwander-Reise von Luzern
nach Domodossola
29. August –
3. Sept. 2016
CHF 1580.– Kultur-Wanderreise von Luzern mit Schiff, Bahn, Bus und zu Fuss über den Vierwaldstättersee, Stans-Engelberg, Grimsel und Griespass nach Domodossola. PDF
Walliser Rotkreuz-Marsch 7.-10. September 2016 kostenlos Unterweg aus Solidarität – für 150 Jahre Hilfe und Gerechtigkeit in der Welt PDF
Tour Monte Rosa 11.-14. September 2016 CHF 1080.– Vom Saastal vier Tage durch die italienischen Walsergebiete nach Zermatt – italienische Tour um den Monte Rosa PDF
BergBuchBrig
Multimedia-Festival
 2.-6. Nov. 2016 Multimedia-Spektakel um die Themen der Alpen, das ich mitorganisiere www

 

 

Alle Preise pro Person, es gelten die AGB Hier zu den «Nächsten Angeboten»    

Wir bieten Ihnen:

  • mehrtägige Wanderungen von Ort zu Ort, Hütte zu Hütte, Hotel zu Hotel
  • mehrtägige Ausflugswanderungen von einem Ort aus
  • Themenwanderungen wie Suonenwanderungen, Naturgefahren usw.
  • Themenabende wie Sterngucker, Whisky, Degustationen usw.
  • Weinwanderungen, Mitinhaber der GmbH www.weinwanderungen.ch
  • Im Winter 2010–2011 habe ich den Lehrgang zum Guide Patrimoine absolviert, 2014 den Lehrgang Kirchenführung in Graubünden. Jetzt weiss ich Ihnen auch etwas über Kirchen, Brücken und Architektur im Wallis zu erzählen …
  • Neben Natur und Kultur haben wir auch Kompetenz in Teambildung, Konfliktmanagement und Kreativ-Workshops in freier Natur

Erlebnisse mit alpevents.ch
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Video: Peter Salzmann erzählt über Erlebnisse mit alpevents.ch

Am liebsten bin ich unterwegs auf Wanderwegen im In- und Ausland – mit Ihnen – mit Enthusiasmus!
Peter Salzmann

 

Geniesser und kühle Schwimmer haben Vortritt

Der kleine Herakles saugte Hera so stark die Brust, dass diese erwachte und … wie die Milchstrasse entstanden ist, erzähle ich Ihnen nach der Schneeschuhtour zusammen mit vielen anderen Himmelsgeschichten, begleitet von einem feinen Nachtessen auf Riffelalp, Titlis, Torrentalp, Jeizinen oder auf der Moosalp (neu auch regelmässig auf dem Gornergrat!) oder immer wo Sie wollen – anlässlich des Sternguckerabends.

Whiskyliebhaber schätzen jedoch eher unsere Whisky-Night mit Krimi im Hochmoor und Weinliebhaber unsere Weinwanderungen durch die Walliser Rebberge mit anschliessender professioneller Weindegustation. In Visperterminen bin ich abends manchmal als Wässermann anzutreffen – nicht um zu wässern, sondern um die Gäste von Restaurant zu Restaurant zu führen :))
Beim Sonnenaufgang vor dem Hotel Guglielmina über dem Nebelmeer auf 2600 m – auf der 8-tägigen Tour Monte Rosa – standen meinen Gästen Freudentränen in den Augen. Und bei meiner letzten Ligurien-Wanderwoche haben Ende Oktober noch alle Teilnehmer im Mittelmeer gebadet.

Ganz früher machte ich Werbung – sogar für Autos! Dann für touristische Regionen. Ich leitete ein Theater, organisierte Gewerbeausstellungen. Näher an die Tourismusfront kam ich als Tourismusdirektor von kleineren und grösseren Tourismusstationen im Wallis. Und als ich mich dort verabschiedete, machte ich eine Wanderung vom Genfersee an den Rhonegletscher, um endlich meine Heimat besser kennenzulernen. Von diesem Virus infisziert machte ich die Wanderleiter-Ausbildung und gründete zusammen mit Anselmo Loretan die Weinwander-GmbH www.weinwanderungen.ch und biete unter www.alpevents.ch Erlebnisse für Gruppen in den Bergen an.

Das Marketing habe ich nicht ganz verlassen: ich schreibe, fotografiere und gestalte inzwischen Wanderbücher, bin Projektleiter für Wanderpackages und bilde Wanderleiter in Konfliktsituationen und Marketing aus. Dort hat mich der Simplon gepackt. Zusammen mit Carmen Julier führte ich die Geschäftsstelle von Simplon Tourismus und Ecomuseum bis 2014. Im Jahr 2009 durfte ich unter anderem mit Freunden aus Bern eine Ausstellung (kleines Kino) mit der Geschichte des Mattmark-Staudammes im Saastal einrichten.

Im Winter 2010-2011 habe ich den Kurs Guide Patrimoine in Martigny absolviert. Zwar in französisch, aber jetzt kann ich Ihnen auch auf deutsch etwas mehr über die Walliser Kirchen, Schlösser, Brücken und Bilder erzählen. 2014 machte ich den Kurs für Kirchenführung in Graubünden – als einziger Katholik unter Reformierten. Ein Jahr lang leitete ich zudem das Projekt Enjoy Switzerland Moosalp – ein Struktur- und Angebotsverbesserungsprogramm für den ländlichen Tourismus und Ende 2014 durfte ich Konzepte für Religion im Tourismus schreiben. Spannend!

Aber am liebsten bin ich aber unterwegs auf Wanderwegen im In- und Ausland – mit Ihnen – mit Enthusiasmus!

 

Wandern abseits des Alltags

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Video: Peter Salzmann über das Wandern abseits des Alltags

Neuigkeiten

 

Mai 2016 – Unter der Kuh-Pisse

Pisse Vache heisst der berühmteste Wasserfall des Wallis, der vor 150 Jahren als DAS Naturphänomen tausende Touristen angezogen hat. Ich arbeite an einem Projekt für einen Anschlussweg an den Jakobsweg in der Schweiz. Er soll das Kloster Disentis mit der Abtei von St. Maurice verbinden. Die letzte Etappe führt von Martigny nach St. Maurice. Wir haben sie an einem schönen Sonntag anfangs Mai erwandert. Wir waren überwältigt von der Schönheit des Weges von Martigny zum Pisse Vache.

Pisse Vache, der Wasserfall am Ende des Ausflusses des Lac de Salanfe

April 2016 – Ausbildung zum Heida-Experten

In den letzten zehn Jahren habe ich mir ein Weinwissen angeeignet. So hat mich der Geschäftsführer der St. Jodernkellerei angefragt, zwei Weiterbildungsabende für die St. Jodernkellerei zu halten. Thema: Heida. Mitarbeiter einer Kellerei zum Thema Wein zu schulen, braucht schon Mut. Die Mitarbeiter der St. Jodernkellerei (Inbegriff des Heida-Weines) zu schulen, braucht schon eine gehörige Portion Übermut und Selbstüberschätzung. Ich habe mich wochenlang eingelesen und eingedacht, notiert und gestaltet. Im April hatten wir dann die zwei Abende: mit Spiel, Degustationen, Kochen, Essen, Rätseln und Vorträgen. Zwei Wochen später konnten alle Mitarbeiter ein 70-seitiges Buch «Expertenwissen Heida» mit einem Diplom in Empfang nehmen. Danke allen der Jodernkellerei für den tollen Auftrag. Wir werden in naher Zukunft Heida-Seminare für Gruppen und Firmen anbieten: Mit Spiel, Spass, Degustation und Kochen.

Haben Sie Gewusst, dass Heida die Tocher von Pinot und die Mutter des Johannisberg ist?

März 2016 – Unterwegs mit einer englischen Lady rund um Zermatt

Ein Privatkunde ist der Traum eines jeden Wanderleiters. Nach mehr als zehn Jahren als Wanderleiter war es soweit. Ich durfte für ein Zermatter Hotel eine englische Lady während einer Woche jeden Morgen in die Höhen rund um Zermatt auf eine Winterwanderung führen. Am Mittwoch hatte ich meine Fell-Muster mit. Und da begegneten wir schon den ersten zwei Eichhörnchen. Sie führten unseren Blick zu zwei Gemsen im Wald, die sich langsam von uns weg bewegten. Kurz vor unserem Pausenziel begegneten wir einem Rudel von zehn Rehen. Cathy hat erstmals in ihrem Leben Rehe und Gemsen in der Wildnis gesehen – und sogar ganz nahe, durch meinen Feldstecher. Gleichzeitig konnte sie meine Fellmuster ertasten. Sie ist schier ausgeflippt.

Cathy hatte das Matterhorn im Griff

Februar 2016 – Immer mehr Geburtstagsfeiern

Auf der Suche nach Ideen stellen mich immer mehr Kunden für spezielle Geburtstagspartys an. Doch keine ist gleich. So auch im Februar, als ich eine Gruppe von Winterwanderern von Törbel über den von mir vor Jahren geplanten Winterwanderweg nach Bürchen führte. Aber nicht normal. Mit vier Apéros, Kaffee und «Tretscha», Suppe und Grillwurst von der Bronx-Tonne als das Highlight (Bild). 

Meine Bronxtonne gibt Wärme und bringt Stimmung in den Winter

Januar 2016 – Mit neuer Präsentation in die Sternensaison

Die MGB ist ständig bemüht, ihre Produkte zu verbessern, so auch der Sternenabend auf dem Gornergrat, mit dem neuen Namen «Dining with the Stars». Ich habe den Cartoonisten Gabriel Giger aus Leuk angefragt, mit die Präsentation als Tischset in Cartoon-Form festzuhalten. Das Resultat ist bestechend, ich habe daraus eine elektronische Präsentation gemacht, die sehr gut ankommt. Star des Abends ist aber immer noch Dr. Timm Riesen, der Astronom der Uni Bern. 

Callisto heisst «die Schönste» – und sie ist es auch.

Dezember 2015 – Boimholer-Team mit Übernachtung

Mittlerweile ist es Tradition: Das «Chrischboim-Hulu» im Privatwald von Kollegen. Zum neunten Jahr waren wir zwei Tage unterwegs, um den richtigen Christbaum zu wählen. Bekannterweise ohne Schnee, der sich erst im Januar zeigen sollte. Schliesslich haben wir heuer zwei wunderschöne Rottannen (direkt neben der Übernachtungshütte) geerntet, die der Gastgeber im Sommer entfernen will, um die Aussicht ins Tal nicht definitiv zu verlieren. Spannend sind die neuen Trinksprüche und die Diskussionen bis morgens früh. Danke, Boimholer-Team!

Endlich! Ich habe meinen Baum gefunden.

November 2015 – Mit einem Papiernatischer durch das grosse Dorf

Mein Burgerort ist Naters. Ich habe nie dort gewohnt. Mein Grossvater, der 1939 verstorbene Leo, kam von Naters nach Visp. Zeit, dieses Dorf kennenzulernen. Und wie macht man das am Besten? Selber Gäste durch Naters führen. Anlässlich der BergBuchBrig haben sich dreissig Teilnehmer zu dieser Tour angemeldet. Wahnsinn und Knieschlottern. Aber alle hatten Spass, die miterlebt haben, wie die Briger den Natischern den internationalen Bahnhof geklaut haben, warum die Judengasse zur katholischen Kirche führt oder warum der natischer Fasnachtsheld Joccelin heisst. Dazu gabs einiges Flüssiges. Wenn die Tourismusverantwortlichen in Naters von ihrem Schatz wüssten … Sie haben aber andere Interessen. Auf jeden Fall ist diese Tour bei mir als Firmen-, Gruppen- oder Familienausflug zu buchen (mit Verpflegung unterwegs).

Naters, mein Heimatort. Im Beinhaus sind meine Dickschädel-Vorfahren zu bewundern.

Oktober 2015 – Schweiz Ost-West zu Ende

Meine deutschen Gäste sind mir ans Herz gewachsen. 6 Ehepaare haben in zwanzig Jahren die Schweiz von Samnaun nach Genf unter die Füsse genommen. Jedes Jahr eine Woche (mit An- und Abreise 5 Tage). Zwei Tage davon vorwärts, drei «seitwärts», um die Schweiz besser kennenzulernen. Ich durfte die letzten sieben Jahre dabei sein. Ohne sie wäre ich nie am Ufer des Genfersees gelaufen oder hätte die Waadtländer Riviera kennengelernt. Und waren Sie schon mal am westlichsten Punkt der Schweiz? – Ich hab darin gebadet (in der Rhone). Dazu habe ich eine ganze Serie von Spitzen-Restaurants kennengelernt. Ein riesiges Dankeschön nach Wiesbaden!

Genf – Erinnerungen an meinen Arbeitsplatz vor 20 Jahren und Abschied von meinen Deutschen Gästen.

September 2015 – Auf der Käseroute ViaSbrinz

Zum ersten Mal bieten wir die ViaSbrinz an. Nicht mit den Maultieren, sondern mit Schiff, Zug, Bus, Sesselbahn – und natürlich zu Fuss – von Luzern nach Domodossola. Von wegen schönster Herbst! Auf beiden Wander-Kulturreisen wird uns der Griespass verregnet, ja sogar verschneit. Dennoch ist es wieder ein tolles Erlebnis, im Schiff über den Vierwaldstättersee zu tuckern, eine Führung durch das Kloster Engelberg zu geniessen, die Kristallkluft im Grimselkraftwerk zu besuchen, Anna-Maria Bachers Ur-deutsch im Museum des italienischen Ponte zu hören und in den Gletschertöpfen von Uriezzo zu wandern.

Nicht im Sbrinzkäse sondern in den gigantischen Gletschertöpfen.

August 2015 – Brienzersee im Nebel

Es war der schönste Sommer seit langem. Ausgerechnet bei der Wanderung auf das Augstmatthorn über dem Brienzersee waren wir im Nebel. Ein Steinbockrudel versperrte uns den Weg oben auf dem Gipfel. Mit dem Handy konnte ich dieses Bild schiessen.

Ihnen gefällts - den Steinböcken am Augstmatthorn.

Juli 2015 – Muveran?

Who the hell is Muveran?. Muveran ist einer der höchsten Berge in den Waadtländer Alpen. Der Schweizer Maler Ferdinand Hodler fertigte 1912 während eines Aufenthalts in Chesières das Gemälde „Le Grand Muveran“. Im Jahr 2003 wurde es für 1.534.000 Schweizer Franken verkauft. Und Sie kennen Muveran nicht? Höchste Zeit, mit mir auf die Tour um den Grossen und den kleinen Muveran zu kommen. Mit war dieses Jahr auch ein Team von der Wanderrevue Schweiz. Ich freue mich schon jetzt auf den Bericht über die fantastische Tour des Muverans im Wanderheft 2016. Ich durfte die Titelstory und die Outdoortipps zum Bärentrek im Heft August 2016 schreiben.

Hodlers Muveran erzielte einen Preis von 1.5 Mio. Franken.

Juni 2015 – Vogelkundler

Nach anderthalb Jahren Kurs und bestandener Prüfung konnte ich zusammen mit drei anderen Wanderleitern das Diplom zum Feldornitologen entgegennehmen. Danke Gabi für die Organisation.

Bestanden! Feldornitologe.

Mai 2015 – Vreneli vo Guggisbärg

Schon vor 30 Jahren bewunderte ich Stephan Eicher, der als 25-jähriger in Frankreich berühmter war als in der Schweiz. Als Mitorganisator erlebte ich ihn am Literaturfestival Leukerbad (als Begleiter des Autors Philipp Djian), wie er seinen neuen Texter, den Schweizer Erfolgsautor Martin Sutter kennengelernt hat. Mein Lieblingssong von Eicher ist das Guggisberger Lied. Endlich habe ich es geschafft, diese Region zu erwandern. Eine traumhafte Region, die in der Zeit von Gotthelf stillgestanden zu sein scheint.

Der Jokobsweg bei Guggisberg

April 2015 – Wieder mit dem Salzmann auf der Salzstrasse

Wir haben die ViaSalina umgebaut: einen Tag weniger Schweiz, einen Tag mehr Frankreich. Mit Übernachtung in Salins bei den Salinen und Baden im Salzwasser. Zudem besuchen wir ein Relais (hier im Wallis würde man «Suste» sagen, ein Umschlagplatz) und übernachten sogar bei einem alten Relais. Die letzte Übernachtung ist in der Saline Royale (Bild). Ein Traum von Architektur von Nicolas Ledoux.

Die Saline Royale von Louis XV

März 2015 – Unterhalt Wegmarkierung

Für die Gemeinde Visp mache ich die Wegmarkierungen. In diesem Frähjahr habe ich einen Teil der Bürchner Seite gemacht. Mit all den neuen Brücken über die Vispa gab es einiges zu tun.

Einheitliche Wegmarkierung in der Schweiz

Februar 2015 – Schneeschuh zieht an

Ich habe die Schneeschuh-Angebote schon aufgegeben. Es ist mir einfach nicht gelaufen. Zu wenig Kunden. Es war ein guter Winter – und plötzlich kam die Nachfrage. So habe ich auch wieder einen Lawinenkurs besucht. Im Januar 2016 biete ich in Bürchen eine Schneeschuhwoche an. Interessiert?

Lawinenkurs im Val d'Anniviers.

Januar 2015 – Bündner Kirchenführer mit Testat

Nachdem ich eine stündige Prüfung per Telefonkonferenz mit einem Experten in Chur und einem Experten in Frankfurt abgelegt habe, durfte ich im Januar das Testat zum Bündner (reformierten) Kirchenführer entgegennehmen. Dies konnte ich gerade gut einsetzen für meine öffentliche Kirchenführung der Dreikönigskirche, die ich zusammen mit Organist Johannes Diederen organisiert habe.

Burgerkirche Visp mit Krypta

Dezember 2014 – Simplon ade

Seit elf Jahren bin ich selbständig und als Wanderleiter unterwegs. Mehr als die Hälfte davon durfte ich im Mandat etwa 20% für Simplon Süd touristische Aufgaben wahrnehmen. Nachdem sich Naters von Brig (touristisch) getrennt hat, hat Brig über den Simplon geschielt. Ich durfte die Verhandlungen für die Simplon Südseite führen, was gleichzeitig auf meine Elimination bedeutet. So habe ich mich Ende Jahr am Simplon wegrationalisiert.

Drei geführte Angebote behalte ich aber noch am Simplon:
– Gold waschen und Goldminenbesuch
– Via Stockalper von Gondo nach Brig
– die Lügnerführung in Simplon Dorf

Danke Simplon, danke Ecomuseum für die guten Jahre, die ich bei Euch haben durfte.

Simplonhospiz

November 2014 – Moderator an BergBuchBrig

Anfangs November tauchen wir Brig in eine Multimedia-Welt. BergBuchBrig sind wir ein Organisationskomitee von einem Dutzend Leuten. Organisationskomitee ist zu viel gesagt: Alle stehen unserem Zampano Andreas Weissen fünf Tage zur Seite und versuchen, dem Tausendsassa etwas von der Organisation abzunehmen. Dieses Jahr habe ich zwei Halbtage moderiert. Ich durfte mit der Autorin von «Wallis für Anfänger» ein Bühneninterview machen. Meine letzte Frage war: Wurde das Buch subventioniert?

BergBuchBrig


Oktober 2014 – Geburtstag im Absinth-Land

Für einen meiner Wandergäste in der Westschweiz durfte ich den 70. Geburtstag als Überraschung organisieren. Die Absinthdegustation um 9 Uhr im nagelneuen Maison de l’Absinthe ist schon hart. Auf der anschliessenden Wanderung am Felsen des Creux du Van hat uns der Aufwind fast weggeblasen. Am Nachmittag hatten wir eine Schokolade-Workshop und beim Hüttenabend am Lagerfeuer hat uns der ehemalige Lehrling von Philippe Rochat bekocht.

Absintheproduktion im Val de Travers

September 2014 – Verkleidet als Thomas Cook

Auf der ViaCook waren wir – das Führerteam – verkleidet als Jemima Morell (die das noch erhaltene Tagebuch der Reise geführt hat) und als Organisator der ersten Gruppenreise durch die Schweiz 1863, Thomas Cook. Mit karierten Knickerbockern, roten Socken und Tropenhut bin ich von Leuk bis Kandersteg aufgefallen.

Übrigens führe ich als ViaStoria-Kultur- und Wanderleiter
– Via Cook
die erste Gruppenreise durch die Schweiz von Siders nach Kandersteg
– Via Stockalper
von Gondo nach Brig auf den Spuren eines Milliardärs
– Via Sbrinz
die Käse-Export-Route von Luzern nach Domodossola
– Via Valtellina
der Weinweg rückwärts von Davos nach Tirano
– Via Spluga
Alptransit seit 2000 Jahren von Thusis nach Chiavenna
– Via Salina
der historische Salzweg von Bern nach Arc et Senans

Jemima Morell und Thomas Cook auf der ViaCook

August 2014 – Die Kegelbahn des Teufels

Als Fortführung des Bärentreks sind wir von Gsteig aus zur Tour des Muverans gestartet. Am zweiten Tag kamen wir auf die Karrenfelder des Sanetschpasses. Zuhinterst der Kalkebene, wo man direkt runter ins Tal der Derborence sieht, steht der «Quille du Diable», der Kegel des Teufels. Die Tour des Muverans ist ein Hammer-Tour, wo man fast drei Tage ohne Handy-Empfang ist – und das mitten in der Schweiz. Ist da etwa auch der Teufel im Spiel?.

Sanetschpass


Juli 2014 – Geschwisterwanderung

Erstmals in meiner Wanderleiterkarriere hatte ich meine Schwestern als Kundinnen mit. Wie die meisten Wanderer, die noch nie mehrere Tage hintereinander unterwegs waren, hatten auch sie Respekt vor der Formazzatour. Alles ging tiptop, sogar die Überquerung des Geisspfades bei Regen und Nebel.

Geisspfad-Grenze

Juni 2014 – Barocktrip ins Saastal

Zum 800-Jahr Jubiläum der Pfarrei Visp organisiere ich zwei Pilgerwanderungen zu den Tochterpfarreien, die in den letzten 800 Jahren selbständig geworden sind. An Fronleichnam 3 Tage ins Saastal und an Maria Himmelfahrt 3 Tage nach Zermatt. Beide Male hatten wir wunderschönes Wetter und wir wurden von den meisten der 16 Pfarreien mit Apéro oder Kaffee empfangen. Am eindrücklichsten war der Pfarrer von Saas Fee, der uns gleich auf die Baustelle in seiner Kirche über die Baugerüste auf die Höhe der Glasfenster führte und die Fenster erklärte.

Rundkirche von Saas Balen - ein Bijou


Mai 2014 – Schiele und Klimt in der Provence

Auf einer Wanderwoche in der Provence übernachten wir einmal in Les Beaux de Provence. Im alten, stillgelegten Steinbruch werden mit dutzenden von Projektoren an die Wände eines gigantischen Labyrinths und auf den Boden Bilder von Schiele und Klimt zu klassischer Musik projiziert. Ich habe diese Art von Ausstellung erstmals gesehen und finde es fantastisch, mitten in der Kunst zu stehen und den ständigen Wechsel rundherum wahrzunehmen.

Schiele und Klimt im Steinbruch


April 2014 – Kirchenführer abgekanzelt!

Im Engadin besuche ich einen Kurs für Kirchenführer. Als einziger Katholik unter 20 reformierten. Da hatten meine Heiligen einen schweren Stand. Haben Sie gewusst, dass vor der Reformation die Kanzel draussen vor der Kirche stand, um die armen Messebesucher vor der Kirche «abzukanzeln», damit sie in der Kirche um Erlösung beten durften?

Kirchenführer-Kurs bei den Protestanten


März 2014 – Tape-Kurs

Mein Chiropraktiker gibt an zwei Abenden einen Tapekurs und zeigt uns die Tricks, wie wir schmerzgeplagte Wanderer tapen können.

Kriegsmalerei zum aktivieren der Haut


Februar 2014 – Kinder-Schneeschuh-Gaudi

Die armen Kinder, die nicht skifahren, mussten an der Skiwoche der Walliser Schulen jeweils einem Hilfs-Schneeschuhlehrer hinterher laufen. Ich bot an, es besser zu machen.

So war das Einlaufen schon ein Gaudi. Wir liefen wie die Elefanten, die Pinguine, die Bären, die Störche oder wie die Affen. Einen Tag suchten wir Tierspuren (dieses Jahr sind auch ein Wolf und eine Wölfin in der Region!), einen anderen arbeiteten wir mit Lawinenschaufel und Suchgeräten, einen Dritten machten wir Schneespiele und an einem anderen Tag waren die Bäume ein Thema. Die Zeit war wie immer zu kurz und ein paar Kinder meldeten sich gleich für nächstes Jahr wieder an, sie wollten nicht skifahren lernen. So lässt sich das Ziel der Walliser Schulen allerdings nicht erreichen…

Kinder Schneeschuh-Gaudi


Januar 2014 – Der Vater von Heida heisst Pinot!

Das Walliser Weinmuseum mit Anne-Dominique Zufferey an der Spitze hat einen sehr guten Weinkurs über drei Samstage im Januar organisiert. Auf französisch, aber es hatte trotzdem ein paar Oberwalliser. Die Bombe war der Vortrag von José Vouillamoz, dem Mitverfasser der Wein-Bibel «Wine Grapes».

Hätten Sie gewusst:

dass der Vater von Heida Pinot heisst und die Mutter verschollen ist?

dass Heida (Savagnin Blanc) die Mutter des Sauvignon Blanc, Schwiegermutter des Cabernet Franc (der in einer Affäre mit Madeleine Noire des Charents den Merlot gezeugt hat) und Grossmutter des Cabernet Sauvignon ist? Jeder der teuersten Bordeauxweine besteht aus reinem Merlot oder einer Assemblage mit Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc.

dass Heida auch die Mutter des Johannisbergs ist, dessen Vater Roter Veltliner gleichzeitig auch wieder ein Sohn von Heida ist?
Heida hatte zur Zeugung des Johannisberg (geborener Sylvaner) eine Affäre mit dem Österreichsch Weiss, dessen Vater der Gwäss war.
Dem Gwäss konnte Vouillamoz bis heute über 80 Kinder nachweisen, die bekanntesten sind Riesling und mit Pinot hatte er u.a. Gamay und Chardonnay gezeugt.

So haben wir in Europa drei Königshäuser, die der Walliser Genforscher Dr. José Vouillamoz dank neuester Gentechnologie wiederenteckt hat:

Pinot mit den Wappenfarben weiss, schwarz und grau

Gwäss aus dem Hause Gouais Blanc

und Heida aus dem Geschlecht der Savagnin.

Aus diesen drei Königshäusern sind die Weltstars
Chardonnay
Sauvignon Blanc
Cabernet Sauvignon
Gamay
Riesling
und weitere herausgegangen…

Ist noch etwas klar?

Gwäss, der Casanova


Dezember 2013 – Pilgerwanderung aufgewärmt

Letztmals Silvester mit den Gästen vom Hotel Arkanum in Salgesch: Diesmal steht meine Heimatgemeinde Naters an. Mit Bischofsschloss, Beinhaus, gotischer Kirche, rote Meile, Totenplatte, Judengasse usw.

An einem «Pilgerkonvent» in Domodossola durfte ich teilnehmen. Innerhalb eines europäischen Projektes wollen die Oberitaliener ihre Sacro Monti besser touristisch vermarkten. Als internationaler Partner wurde der Kapellenweg von Saas-Grund nach Saas-Fee gewählt. Für uns deutschsprachige wurde ein Spezialprogramm am Freitag mit Besichtigung der Kapellen, einer Messe in deutsch und einem Chorkonzert mit gregorianischen Gesängen in einer romanischen Kirche veranstaltet. Grazie Renato Boschi! Vielleicht wird mein Buch zum ältesten Sacro Monte in Varallo wieder aktuell?

Kaspar Stockalper im Sacro Monte


November 2013 – Das Kalb vor der Gotthardpost

Na endlich. Ich konnte Enjoy Switzerland Moosalp abschliessen. Der Winterwanderweg von Törbel nach Unterbäch und der Suonen- und Sudelpark von Unterbäch waren die Highlights. Ich habe dieses Jahr noch ein Animationskonzept für das Museum Urchigs Terbil geschrieben. Jetzt gehts auf Geldsuche. Danke Berghilfe, danke Michelle Kranz von Schweiz Tourismus, danke Adrian Schnyder von Bürchen Tourismus.

An der BergBuchBrig durfte ich als OK-Mitglied einen Tag moderieren. Und ich durfte niemand geringeren als den Schweizer Literaturpreisträger 2012 Peter von Matt zum Kalb vor der Gotthardpost ansagen.

Gotthardpost


Oktober 2013: Herbstfarben an der Riviera

Mit meinen deutschen Gästen durfte ich von St. Maurice bis Lausanne wandern. Die Waadtländer Riviera hat wunderschöne Weinhänge. Epesses, St. Saphorin, Aigle usw. lässt sich auch hervorragend schlucken!

Ein wunderschöner Herbst war es mit den tollsten Farben seit Jahren.

Chillon an der Riviera


September 2013 – Unwetter Brig zum Zwanzigsten

Zum Gedenken an das Unwetter, das Brig vor 20 Jahren zerstört hat, konnte ich dank Brig Tourismus und seinem neuen Chef, Renato Julier, mehrmals die Unwettertour durch Brig führen. Dank der Stadtverwaltung und Schlossgeist Arthur durfte ich sogar im Ludwig Werlen-Saal die Filmpräsentation machen.

Unwetter Brig 1993


August 2013 – Gäng iner hingere Gass

Das Berner Oberland hatte es in sich. Zuerst die Tour Wildstrubel mit Kandersteg, Engstligenalp und Iffigenalp, dann der Bärentrek von Meiringen nach Lauenen. Das Wetter auf dem Bärentrek war traumhaft, Eiger, Mönch und Jungfrau zum greifen nah. Die Gruppe will nächstes Jahr gleich weiter – um den Muveran. Es hat noch freie Plätze…

idyllische Entstligenalp


11. Juli 2013 – Auf den Spuren Stockalpers

Presseartikel «Terre & Nature» vom 11. Juli 2013
Bericht lesen (PDF, französisch)

 

Juli 2013 – fast nur Medienauftritte

Mediengeilheit kann man mir nicht absprechen. Im Juli war es wieder soweit: Ich durfte einen Journalisten und einen Fotograf von Terre et Nature – der Westschweizer Bauernzeitung – über den Simplonpass führen. Echte Profis. Wir hatten schlechtes Wetter, aber in der wunderschönen Panorama-Doppelseite sieht man davon nichts.Zum nächsten Wochenstart stand die ViaCook an: In Salgesch konnten wir zwei deutsche Presse-Journalistinnen und einen österreichischen Radiojournalisten empfangen. War das peinlich: wir schleiften unsere schweren Koffer von Hotel zu Hotel in Salgesch, und jedes war geschlossen! Im Rondel wollten wir Mittagessen: die Toasts dauerten eine Ewigkeit. Es wurde immer besser, vom Beinhaus in Leuk über die Albinenleitern zum Apéro riche im Lindnerbad, die Gemmiwand hoch, das Fussbad im Arvenseeli und die Wanderung ins Blumenparadies im Gasterntal. Zu aller Überraschung trafen wir auf der Gemmi Jemima Morell, die vor 150 Jahren das Tagebuch zur ersten Schweizer Pauschalreise geschrieben hat – sie war gerade an der Schneeballschlacht für einen Film zum Jubiläum der Tour. Ihr nächster Kulturausflug: ViaCook – meine Heimstrecke, ich habe dort drei Jahre gearbeitet. Donnerstagabend nach Hause – Freitag Kleider auspacken und Mails beantworten – und dann der Anruf vom Tourismusverantwortlichen der NZZ. Ja, der Neuen Zürcher Zeitung! Bingo, Lotto, Jackpot! Er möchte am Tag darauf den Suonenpark besuchen – ob ich ihm eine Wanderung empfehlen könnte? Ich biedere mich an, ich führe ihn am Samstag von Törbel nach Unterbäch. Er war mit sofort sympathisch und wir hatten während fünf Stunden Gesprächsstoff vom Feinsten. So gross wie ich, lebt aber auf grösserem Fuss (fünf Schuhnummern grösser als ich). Schade, dass dieses Urgestein der NZZ nächstes Jahr in Pension geht…

Imposanter Aufstieg zum Gemmipass


Juni 2013 – Der Salzmann auf der Salzstrasse

Innert eines Monats bin ich zweimal auf der ViaSalina von Bern zu den Salinen von Arc et Senans. Absolute Highlights sind die Karrengeleise nach Ste Croix und die beiden Salinen von Salins-les-Bains und von Arc et Senans, die Louis XVI hat erbauen lassen. Und sonst hat es auf der sechstägigen Reise auch sehr viele Überraschungen und Sehenswertes. Kommen Sie einmal mit auf diese Kulturreise – ich bin jetzt darauf ausgebildet.

Die Salzsaline von Louis XI


Mai 2013 – Sudelpark für Kinder

Anfangs Mai wurde in Unterbäch der Suonen- und Sudelpark feierlich eröffnet. Die Idee schwirrte in meinem Hirn und die Gemeinde und der Verkehrsverein von Unterbäch setzten diese Idee um. Natürlich musste wieder eine Organisation dazu gegründet werden. Ich bin stolzer Tässelhalter der Geteilschaft «Suonen- und Sudelpark» in Unterbäch und unterstütze die Kinder beim Sudeln in Dreck und Wasser. Ich habe aber auch grosse Freude an den Modellen der Suone im Park, wo ich endlich auch einmal den einen oder anderen Schieber betätigen darf, damit ein Wasserrad läuft oder ein Weiher voll wird.

Spielende im Sudelpark Unterbäch

April 2013 – Mit den OS-Schülern im Dreck gearbeitet

An den einzig schönen Apriltagen – in diesem Frühling kaum zu glauben, denn seit Oktober und bis in den Juli hatten wir immer wieder Regen – durfte ich mit den OS-Schülern von Visp im Pfynwald einen Murgang stellen. War das ein Spass, wie die jungen Fräuleins in Hotpants und geschminkt mit Schaufeln Dreck in Wannen stopften und in Eimern Wasser aus dem Illgraben holten! Und tatsächlich, alle schafften es, einen Murgang auszulösen! Gratulation! Eine Teilnehmerin hatte mich wiedererkannt: ich hatte sie als kleine Zweitklässlerin durch den Pfynwald geführt. Wir haben damals einen Kinder-Erlebnistag par excellence gemacht, mit malen von Gebetsfahnen, um die bösen Geister zu beschwichtigen, die uns hätten auf der Bhutanbrücke überfallen können, oder einem Waldparfum, das jedes Kind kreieren durfte.

Föhrenwald Pfyn


März 2013 – Mit neuen Tourenskis unterwegs

Schneeschuhlaufen läuft mir überhaupt nicht. Ich habe mir wieder ein paar Tourenskis und Tourenskischuhe gekauft. Daubenhorn, Wildstrubel und das Simpiler Galenhorn sind meine diesjährigen Gipfel. Zusammen mit meiner Mitschülerin Sylvia vom Kurs Guide Patrimoine darf ich in Leuk eine weitere Kostbarkeit entdecken: ich darf die Wandmalereien im Albertini-Haus in Leuk fotografieren. Leider sind sie am zerfallen und ich bin stolz, diese Zeitzeugen selber festhalten zu dürfen.

Monte Rosa von der Cima di Jazzi


Februar 2013 – Gornergrat, dem Sternen-Himmel näher

Jeden Donnerstagabend im Winter darf ich auf Gornergrat den internationalen Gästen den Himmel vorstellen. Auf 3100 m. Jetzt gelingt mir die Präsentation der drei Sprachen deutsch, französisch und englisch schon respektabel.

Quizfrage: Wie habe ich dieses Gornergratbild mit Breithorn geschossen?


Januar 2013 – Sternguckerabend in Bern!

Wieder einmal in den Medien. Ich darf auf der Moosalp einer Journalistin und einem Fotografen vom deutschen ADAC-Magazin den Himmel zeigen. Anschliessend schlitteln wir kurz vor Mitternacht hinunter nach Bürchen. Erstmals machen wir auf dem Gurten bei Bern einen Sternguckerabend. Danke Rita!

ZeusSternabend

 

 

Archiv

 

Jahr 2012

Januar 2012: Wanderleiter mit eidg. Fachausweis

Im Januar kam er dann, der Fachausweis. Und so bin ich jetzt gerüstet für die nächsten Jahre und bin auf der sicheren Seite, wenn Sie einen Wanderleiter suchen, der eine Haftpflicht von 10 Mio. Franken hat – für alle Fälle. Der Titel nutzt aber nichts, wenn man nicht interessante Themen aufgreift und diese mit viel Enthusiasmus präsentiert. Und gerade dies ist jeden Tag von neuem mein Ziel – für zufriedene Kunden.

Februar 2012: Starlight-Dinner auf Gornergrat

Im Herbst kam die Anfrage an mich, ob ich Sterngucker auch für die Gäste auf Gornergrat (3100 m!) machen könnte. Ein älterer Herr präsentiert ein Fernrohr im Observatorium und einen Blick hindurch auf einen Planeten oder eine spezielle Konstellation. Meine Aufgabe ist es, die Seitensprünge von Zeus und den daraus entstandenen Sternbildern in deutsch, englisch und französisch darzulegen und den Teilnehmern während dem Nachtessen live die Sternbilder zu erklären. Und ich habe daran fast noch den grösseren Spass als die TeilnehmerInnen aus Russland, Südafrika, Kanada, USA, Brasilien, Saudi Arabien, England, Italien, Deutschland, Bern und Zermatt. Und das jeden Donnerstagabend im Winter!

März 2012: Dorfführungen

Die Saison der Dorfführungen hat wieder gestartet. Und ich führe die kleinen Gruppen durch geheime Gänge, die grösseren nehme ich mit ins moderne, wunderschöne Visper Gastspieltheater, das ich vor mehr als einem Dutzend Jahren selber geleitet habe.

April 2012: Die andere Kirchenführung

An zwei Wochenenden fand im Safiental eine Einführung in die «andere» Kirchenführung statt. Ich lernte bei den Reformierten, was eine Kanzel ist und dass sie erst seit Luther in der Kirche innen ist, wieso ein Taufstein seinen besonderen Platz in der Kirche hat und was es mit dem Chor auf sich hat. Mit meinen Pilgerwanderungen nach Varallo auf den Sacro Monte und meinem Buch darüber, meinen Kirchenführungen von Guide Patrimoine, meinen Kenntnissen, die ich bei den Reformierten Bündnern erworben habe und last but not least meinem Projekt mit den Heiligen-Paninis muss ich schon fast als Kandidat für die Seligsprechung gehandelt werden. Wenn die aber wüssten, wie es mit meinem Glauben aussieht …

Mai 2012: Bus-Reisebegleitung

Ab und zu begleite ich auch Busreisende auf ihren Fahrten zu den Highlights der West- und Südschweiz. Lausanne und Montreux inklusive Schifffahrt waren im Mai das Ziel. Mit mir war die Deep Purple-Generation aus Ostdeutschland. Wir sind zu Smoke on the Water durch Montreux gefahren und haben Frank Zappa gedacht, an dessen Auftritt die Konzerthalle abgebrannt ist. Funky Claude (Nobs) spielt im Song von Deep Purple eine tragende Rolle.

Juni 2012: Nachtwanderung über die Albinenleitern

An der Schweizer Wandernacht sind die meisten Angebote irgendwann noch vor Mitternacht fertig. Aber nicht bei uns! Peter Gschwend hat uns für eine Wanderung von Leuk über Albinen/Albinenleitern nach Leukerbad engagiert. Um 22 Uhr gings los zu Kulturtour durch Leuk. Morgens um drei Uhr hat uns der Burgerrat von Albinen zu einer von ihm offerierten Minestra empfangen, mit Wein und allem Drum und Dran. Der «Stadtpräsident» von Albinen, Bernhard Grand, führte uns morgens um vier Uhr durchs Dorf. Um sechs Uhr sind wir bei den Albinenleitern angelangt. Da es kurz vorher zu regnen begonnen hatte, mussten wir auf das Abenteuer verzichten, die Leitern von oben nach unten zu begehen, was ich im 2012 dennoch mit drei Gruppen gemacht habe. Ein schwimmendes Frühstücksbuffett im Hotelbad von Lindner in Leukerbad war mehr als nur Ersatz für den entgangenen Nervenkitzel.

Juli 2012: Meine erste ViaStockalper

Seit mehr als 5 Jahren arbeite ich am Simplon. Die Grundabsicht war, den Stockalperweg zu führen, aber es hat nie richtig geklappt. «Mein schönster Alpenpass», beschreibe ich jeweils in Medienartikeln und in den Broschüren, die ich für den Simplonpass realisieren darf. Und jetzt konnte ich ihn erstmals mit Gästen führen. Eine kleine Gruppe, die Mehrheit in Französisch (warum denn einfach, wenn’s kompliziert auch geht!), war dennoch ein unvergesslicher Challenge für mich. Meine lieben Frauen haben sogar Gold gefunden im Zwischbergental, denn Rolf Gruber war so freundlich und hat mir die Goldwascherausrüstungen geliehen. Waren das vier Genusstage!

August 2012: Lech und die Zweitwohnungsintiative

Alles wettert über die Zweitwohnungsintiative, die bei uns im März angenommen wurde. Auf der Walserwanderung für die int. Vereinigung für Walsertum bin ich nun innert kurzer Zeit zum dritten Mal in Lech am Arlberg. 80% Hotelbetten, die acht Hotels in Zürs sind im Sommer geschlossen, ein riesiges unteriridsches Parkhaus schluckt die Autos, die Wellnessoasen grösser als die Speissäle, die Investoren und Besitzer sind Einheimische, auswärtige Bankkredite braucht es kaum und es werden keine Grossanlässe durchgeführt. Was Arosa als Revolution 2003 angekündigt hat (Bahnen und Busse gratis), hat Lech ein halbes Jahrzehnt vorher schon eingeführt. Deshalb ist Lech regelmässig an der Spitze der Wintersportstationen der Alpen anzutreffen. Und die wenigen Hotels, die im Sommer offen haben, geben Gas. Im Sommer kostet ein Bett einen Drittel vom Winter. Yield Management in jedem Betrieb. Die Hoteliersfamilie des Auenhofes lebt jeden Tag unser Programm mit und das Personal ist sehr freundlich und interessiert an uns. In Lech wäre die Zweitwohnunginitiative angenommen worden – ohne Angst vor irgeneiner Veränderung.

September 2012: Thermen im Wallis

Nach mehrjähriger Arbeit am Buch «Thermen im Wallis» ist es soweit: Dr. Louis Largo und ich können in Leukerbad – wo denn sonst – Vernissage feiern. Was wir in fünf Orten abhandeln wollten, wuchs zu zwei Dutzend Orten im Wallis. Neben den Thermalbadestationen kamen die Tunnelwasser dazu, dann auch die römischen Thermen und schliesslich alle warmen Wasser, die nicht genutzt werden, wie jene von Combioula, wo ein paar Steintümpel auch im Winter zum warmen Bade laden. Praktisch alle wichtigen Personen im Wallis gingen mit den Thermen in die Geschichte ein: von Kardinal Schiner über den Falschmünzer Farinet, von Stockalper über den Erfinder des Explosionsmotors Isaac de Rivaz und auch Goethe hat in Leukerbad gebadet. Und hätten Sie gewusst, dass im Val d’Illiez erst seit dem Bau des Stausees Salanfe im Nachbartal Thermalwasser fliesst? Sie können das 172 Seiten starke Buch für Fr. 32.– bei mir bestellen, ebenso das gleich grosse Buch über die Pilgerwanderung von Spiez nach Varallo, das ebenfalls im Rotten-Verlag erschienen ist.

Oktober 2012: St. Bernhard ruft

Mit meinen deutschen Gästen sind wir im Rhoneknie in Martigny angelangt. Wegen des schlechten Wetters machen wir drei Tage im Tal und beenden den Walliser Weinweg. In Martigny sehen wir uns in der römischen Arena den Ringkuhkampf an und erleben gleich eine Sensation. Meine Gäste sehen erstmals einen solchen Kuhkampf und sind gleich hingerissen von «Griotte», eine sehr selbstbewussten 649 kg-Kuh, die in zwei Kämpfen die zweite Kategorie gewinnt (den Rest der Kühe verscheucht sie mit ihren selbstbewussten Gehabe). Die Sensation gelingt aber erst, als sie auch noch die Kühe der ersten Kategorie besiegt, unter denen Kühe wie «Cobra» mit 792 kg antreten. Meine Gäste residieren im Val de Bagnes in Commeire, am Ende der Welt, im Montagne Alternative. Eine geniale Residenz in einem kleinen Weiler, wo die Hälfte der Häuser innen modern und geschmackvoll umgebaut wurden und als dezentrales Hotel betrieben werden – zu Preisen, bei denen sich mancher Zermatter Hotelier die Finger schlecken würde.

November 2012: Drei Auftritte an der BergBuchBrig

Zu meinem 50. habe ich meinen engsten Familienkreis nach Ligurien eingeladen, um ihnen zu zeigen, wohin ich meine Gäste entführe.

Eine Woche später hatte ich drei Auftritte an der BergBuchBrig: Ich führte wieder durch die Unwetterkatastrophe von Brig, interviewte die Törbjer Malerin und Kinderbuchautorin Helene Güdel und durfte zusammen mit Dr. Louis Largo unser Buch «Thermen im Wallis» vorstellen.

Dezember 2012: Winterwanderweg Törbel-Unterbäch

Ein Traum ging in Erfüllung. An meinem ersten militärischen Wiederholungskurs wurden wir an einem eiskalten Wintertag in Törbel beim Skilift abgesetzt. Mit den Klappskiern und Fellen kämpften wir uns hoch auf die Moosalp und fuhren und liefen über Bürchen, Brandalp, Untere Eischollalp und Obermatten nach Ergisch, wo ich mir eine Schnapsfahne holte. Es war mein schönster Tag im Militär. Mit dieser Idee startete ich in Enjoy Switzerland ein Jahr zuvor. Ein Winterwanderweg von Törbel nach Eischoll. Wir organisierten innert Jahresfrist die Finanzierung (Fr. 100’000.–) und konnten am 19. Dezember die Strecke von Törbel nach Brand-Unterbäch eröffnen. Verzuckerte Berge und schneebeladene Tannen streckten sich in den stahlblauen Winterhimmel. Ich habe nur eingesogen und fotografiert … Einfach phantastisch, die Hellela, zusammen mit der Moosalp mein Lieblingsfleck auf dieser Erde!

Jahr 2011

Januar 2011: Ecomuseum – Freilicht und doch nicht…

Do you know Eco Museum? Dies ist eine Art Museum, wo man der Landschaft mit all ihren Kulturgütern das Museum überstüpt. Der Gast geht zu den verschiedenen Objekten, die in der Landschaft stehen und verwittern. Der Fil Rouge des Ecomuseums Simplon ist der alte Stockalper-Saumweg, der anfangs 90er Jahre wieder instand gestellt wurde. Und ganz ohne Museen geht es doch nicht: Unterwegs gibt es nicht weniger als 5 Museen zu Pass- und Verkehr, Agronomie und Goldgeschichte. Ich musste mich mit Buchhaltung auseinandersetzen. Ich durfte die Abschlussrechnung des Fr. 600 000.– Projektes mit dem Schlussbericht erstellen. Uff!

Februar 2011: Weinwanderung zum 50sten

Meine Schwester fragte mich zu ihrem 50. Geburtstag für eine Schneeschuhwanderung mit ihren Gästen an. Mangels Schnee haben wir eine feucht-fröhliche Weinwanderung gemacht – im Februar!

März 2011: Mit den Koreanern am Simplon

Bong-hi war mit ihrer Fernseh-Equipe aus Seoul zu Gast am Simplon. Mit meinen super Inglisch Äggsent habe ich zwei tage ins Mikro gestottert. Der Film bekam im korenaischen Fernsehen eine Preis für den besten Dokumentarfilm. Wenn das nur Koreaner auf den Simplonpass bringt!

April 2011: Essen wie Gott in Frankreisch

Phua – haben wir gegessen! Wie Gott in Frankreich. Wir haben in der Dordogne eine wunderschöne Tour in einer abwechslungsreichen Landschaft und durch wunderschöne Städtchen gemacht. Gute Etappenlängen zwischen 4 und 5 Stunden und der Gepäcktransport haben das Ganze erleichtert. Der Hammer war aber das Essen. Ich habe nur zwei Kilo zugenommen…

Mai/Juni 2011: Zwei- und Dreitäger

Die Weinwandersaison lief auf Hochtouren. Ich führte ein paarmal.

Für meinen Grosscousin durfte ich seine Studentenverbindung ein ganzes Wochenende von Visp nach Visperterminen und den Waldkapellenweg bis zum Giw führen! Danke Thomas. Die Geschäftsleitung eines Freundes, den ich schon 15 Jahre nicht mehr gesehen habe, führte ich von Leuk über Brig nach Gondo – teilweise mit Bus und Zug. Erstmals durfte ich allein mit einer Gruppe Gold waschen. Und siehe da, einer hat gleich in der ersten Pfanne einen Goldflitter gefunden!

Der Kurs Guide Interprète Patrimoine ging zu Ende. Spannend! Und ich durfte die Bilder für die Masterarbeit meiner Mitschülerin Sylvia Varonier aus Varen schiessen «Ulrich Ruffiner – ein spätgotischer Denkmalpfleger?». Alle kirchlichen Spuren von Ulrich Ruffiner im Wallis. Ich kann sie Euch alle zeigen, ich weiss jetzt wo sie sind und weiss inzwischen auch einiges über den bekanntesten Architekten im Wallis.

Juli 2011: Dreimal Splügen und keinmal Cook

Meine beiden Walserwanderungen für die int. Walservereinigung brachte mich einmal ins Bodenhaus in Splügen und zweimal ins Weiss Kreuz. Mit meinen deutschen Gästen war ich auch gleich da.

Für ViaStoria hätte ich dreimal eine Woche die ViaCook führen sollen. Doch ich kam nur zu einem Teil der Reko-Tour von zwei Tagen. Über Coop-Zeitung kamen wir nur zu einem Drittel der vorgesehenen Reisen. Ich musste «über die Klinge» springen.

So kam ich wieder einmal zu einem Simplontag: Mit den Studenten der Fernuni Brig erkundeten wir die wirtschaftliche Bedeutung des Transports über den Simplon vor Ort.

August 2011: Höchstsaison

Die neue Tour Bosco-Gurin – Brig durch das Formazzatal anfangs August war das Highlight der Saison. Welche Pracht und Liebe zu den kleinen Weilern im italienischen Formazzatal und in Bosco Gurin! Einmalig, diese Landschaft. Ein paar meiner Stammgäste kamen mit auf die Tour Monte Rosa. Herrliches Wetter. Erstmals bin ich von Zermatt auf die Gandegghütte gelaufen. Und letztmals haben wir im Hotel Guglielmina übernachtet – leider ist es im Dezember darauf abgebrannt. Die Tour Monte Rosa ist um ein Highlight ärmer geworden. Die Tour Monte Rosa ist einfach die Schönste – mit all den italienischen Walserdörfern, immer die Viertausender zum Greifen nahe.
Zum versöhnlichen Abschluss des Monats wieder einmal eine Varner Kellertour: Wanderung von Keller zu Keller und zwischendurch zum verdauen eine zweistündige Rebwanderung durch Varens schönen Rebberg.

September 2011: Vallon de Réchy

Wieder ein Monat aus dem Rucksack. Mit einer Klasse der Sportschule Magglingen starteten wir im Nebel zu einem der schönsten Flecken des Wallis: Ins Vallon de Réchy. Der Bach mäandriert durch eine Moorebene – ein Traum! Ich war früher auch schon dort, diesmal im Nebel, was der Stimmung keinen Abbruch tat – im Gegenteil! Oben auf der Cabane de Bec de Bosson kamen wir in den Schnee. Die Studenten sind zum Sonnenaufgang aufgestanden und haben coole Bilder geschossen. Nach dem Besuch des Moiry-Stausees haben wir den Abschluss im Burgerkeller von Grimentz genossen. Genossen? Für mich ist der echte Vin du Glacier aus dem Lärchenfass noch immer gewöhnungsbedürftig… Aber ein Unikat ist er allemal.

Diesmal war ich mit Bernern in Ligurien und Doris hat uns wieder mit Schlemmermenüs verwöhnt.
Von Chablais Tourismus wurde ich engagiert, mit Journalisten in drei Tagen den grössten Teil der Tour des Dents du Midi zu führen. Ich hatte einen Tag Zeit für die Reko-Tour. So bin ich nach einer Weinwanderung am Vorabend nach Champéry gefahren und habe im Schlafsack im Wald übernachtet, um morgens um 6 Uhr starten zu können. In zwölf Stunden bin ich in 33 km 3000 Höhenmeter rauf (auf die Haute Cime 3254 – welch ein phantastisches Panorama!) und runter. Um 21 zu Hause bin ich mit Schlotterknie ins Bett gesunken. Die Wetterprognosen meldeten Schnee auf 1800 m, weshalb die Pressereise abgesagt werden musste. Dabei fiel keine Flocke am besagten Mittwoch – Fehlalarm! Drei Monate später wurde – wie so manche überregionale Tourismusorganisation im Wallis – Chablais Tourismus aufgelöst und jetzt bäckt wieder jeder seine eigenen Brötchen…

Oktober 2011: Enjoy Switzerland Moosalp

Im Sommer wurde ich angefragt, kurzfristig als Projektleiter bei Enjoy Switzerland Moosalp einzusteigen. Mit der Unterstützung von Schweiz Tourismus und der Berghilfe entwickeln Bergstationen oder –Regionen touristische Projekte zur Qualitäts- und Angebotsverbesserung. Der bisherige Projektleiter war entmutigt ausgestiegen. Da ich von Oktober weg fast nur mehr für eintägige Wanderungen gebucht war, nahm ich das Mandat an. Diktatorisch und mit einem fulminanten Tempo schoss ich bisherige Ideen ab und schlug neue vor: Einen 18 km langen Winterwanderweg von Törbel nach Eischoll, einen Tourismus-Organisations-Check, einen Neuauftritt für das Freilichtmuseum Urchigs Terbil, einen Hotel-Coach und Heiligen-Paninis. Fast alles konnten wir innert eines Jahres umsetzen. Und ich lernte viele Heilige kennen, deren Geschichte ich bei unserem nächsten gemeinsamen Kapellenbesuch im Köcher habe: Crime and Sex pur!

November 2011: Landschaft aufstellen

Kennen Sie Familien-Aufstellen? Ich habs noch nie gemacht. Hingegen war ich an einem Seminar für Landschaft aufstellen. Stellvertreter sein für einen Berg, für die Touristen oder für eine Frage – kaum vorstellbar, aber es funktioniert. Und die körperlichen Reaktionen sind frappant.

An der BergBuchBrig durfte ich Briger 3 Stunden zum Unwetter 1993 durch Brig führen. Sehr eindrücklich schilderte eine 75jährige Frau, wie sie zwei Frauen noch zugerufen hatte, sie sollen jetzt rauskommen. Die beiden Frauen haben pflichtbewusst noch etwas retten wollen und sind dabei als einzige Opfer der Unwetterkatastrophe Brig umgekommen. Ich kannte die zwei Frauen, da ich bis 1992 die Werbung für diesen Laden gemacht habe. Inzwischen ist die Wanderung zum Unwetter 1993 in Brig gut angelaufen, ich kann sie pro Jahr drei- bis viermal führen.

Dezember 2011: Eidgenössische Prüfung

Nach vielen Jahren Diskussion, was die Ausbildung des Wanderleiters wert ist, wurde diese Aktivität 2010 als Beruf mit eidg. Fachausweis anerkannt. Also meldete ich mich an und durfte auf dem Simplonpass und in Simplon Dorf meine eidgenössische Prüfung ablegen. Fast ein Heimspiel! Martin Schmidhalter aus Brig führte mich in Dendrochronologie ein und so konnten meine Gäste im Hittuwald, im ältesten Lärchenwald der Schweiz, an einem Strunk eine Bohrung mit den Geräten von Schmidhalter vornehmen. Der Titel der Wanderung, auf der mich meine Kollegen vom Gründungkomitee der Heidazunft begleiteten, hiess «auf dem Holzweg». In einem lustigen Wettbewerb führte ich sie und die beiden Experten durch Simplon Dorf – wenn Sie Lust haben, können Sie den Wettbewerb mit mir durchfiebern…

Jahr 2010

Januar 2010: Schreibtischtäter

Eigentlich habe ich mir den Januar anders vorgestellt. Statt Schneeschuhlaufen sitze ich am Bürotisch und mache Marketingaufgaben.

Für Simplon Tourismus darf ich wieder den grossen Jahresprojekt gestalten. www.simplon.ch ( > Prospekt Download ).

Und für Gondo darf ich gleich zwei Produkte gestalten: Einen kleinen Ortsprospekt und einen Angebotsflyer www.simplon.ch ( > Prospekt Download ). Für die Fotos bin ich letztes Jahr mit Rolf Gruber www.simplon-trekking.ch ein paar Stunden in eine verfallene Goldmine aus dem 17. Jh. gekrochen und durfte mit ihm im Zwischbergental Gold waschen. Es funktioniert, aber den Zucker zum Kaffee hätte ich damit nicht bezahlen können!

Februar 2010: Schneeschuhlaufen mit Sagenerzählungen

In der Ausbildung zum Wanderleiter war ich nicht gerade begnadet, eine Walliser Sage zu erzählen. So schlotterte ich vor Lampenfieber, als ich an zwei Abenden in Visperterminen je eine Schneeschuhtour führen und Sagen erzählen durfte. Nach Artikeln in mehreren Medien haben die Sternguckerabende wie Meteoriten eingeschlagen. Vier Abende konnten wir im Februar den Sternenhimmel auf der Moosalp präsentieren – immer zu einem Gourmet-Viergänger im Restaurant www.moosalp.ch. Übrigens: Carmen und Amadée vom Restaurant Moosalp durften den zweiten Preis in der Kategorie Innovation von Swiss Gastro Awards abholen. Gratulation! Im Winter bieten wir zusammen die Sternguckerabende an, im Sommer die Whisky-Night im Hochmoor.

Und doch kam ich noch zum Schneeschuhlaufen: Auf der Moosalp, in Saas-Grund (gegen Saas-Balen auf der Seite Hohsaas ist ein sehr schönes Schneeschuhgelände), auf der Belalp, auf der Riederalp, am Erner Galen, am Rothwald, am Simplon, in Gondo, in Gspon (wunderschöne Schneeschuh-Terrassen).

März 2010: In den Medien präsent

Meine Arbeit trägt Früchte und ich bin in mehreren Medien im Redaktionsteil präsent: Schaffhauser Nachrichten (Sion, Moosalp, danke Lioba), Sonntag/Leben und Glauben (Pilgerwanderung – danke Philippe für den Artikel, wenn man noch weiss, dass Du nicht katholisch bist, umso grössere Leistung :)), Schweizer Gärtner (Weinwanderungen, danke Livia!), 2 x Walliser Bote (Sterngucker Moosalp), Radio RRO Oberwallis (Interview Schneeschuhlaufen).

Die Walserwanderungen, die dieses Jahr ins Aostatal nach Gressoney führen, sind schon fast ausgebucht. Wer noch interessiert ist, mag sich sputen und mir ein Mail auf p.salzmann@rhone.ch senden. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft in der internationalen Walservereinigung.

April 2010: Mit Wallis Tourismus auf Deutschlandreise

Zum zweiten Mal durfte ich mit Wallis Tourismus und 12 Tourismusdestinationen aus dem Wallis auf Pressereise in Deutschland mit. Ich war als Wanderleiter (franz. Accompagnateur) führte ich durch das Wanderland Wallis. In Hamburg, Berlin, München und Stuttgart durften wir über 100 Journalisten das Wallis schmackhaft machen. Danke, Wallis Tourismus, danke Sabrina Arnold und Bruno Huggler für die tolle Plattform für die Wanderleiter!

Mai 2010: Homepage www.weinwanderungen.ch und Wanderrevue Schweiz

Seit Jahren wollte ich schon die Internetseite www.weinwanderungen.ch neu machen. Doch das ist eine Riesenarbeit. Zum Glück hat mir blitz & donner aus Bern die Grafik und Technik gemacht, sonst müssten wir noch Jahre auf die neue Homepage warten.

Anfangs Monat durfte ich auch noch den Hauptartikel für die Simplon-Nummer der Wanderrevue Schweiz texten und Bilder liefern. Das Wandermagazin «Schweiz» mit 35 Seiten Simplon ist im Kiosk erhältlich oder bei www.wandermagazin.ch erhältlich. Nicht weniger als 4 Ortsführungen durch Visp und zwei Bus-Ausflüge nach Zermatt und Sitten durfte ich begleiten.

Juni 2010: Mit Stammgästen unterwegs

Neben den vielen Weinwanderungen und Dorfführungen war ich mit Stammgästen unterwegs. Wir schlauchten eine Woche lang die Wanderleiter-Kandidaten in Graubünden und dann war ich ein paar Tage mit deutschen Stammgästen im Simplongebiet unterwegs.

Juli 2010: Tour Monte Rosa – die abwechslungsreiche Walsertour

Vom 21. bis 29. Juli waren wir auf der Tour Monte Rosa. Sie ist eine der schönsten Touren überhaupt. Von den hohen Passübergängen stachen wir hinunter in die typischen Walserdörfer (ich war in diesem Jahr nicht weniger als dreimal in Gressoney: zweimal mit den Walserwanderungen, einmal auf der Tour Monte Rosa).

August 2010: Eine super Gruppe auf der Pilgerreise nach Varallo

Vom 2. bis 12. August haben wir wieder die Pilgerwanderung über 200 km und 10000 Höhenmeter von Spiez nach Varallo gemacht. Keine Bange, wer nicht beten will, den wollen wir nicht missionieren. Wir haben uns aber ein paar schöne Kirchen und Kapellen angeschaut und uns konzentrierten uns auf die Route, denn die Pilgerwanderung verlangt einige Anstrengung. Die 600 lebensgrossen Statuen in 40 Kapellen wollen verdient sein!

September 2010: Tour des Dents du Midi

Auf meiner Tour durch das Wallis 2003, das ich in 20 Tagen über die Südpässe vom Genfersee bis zum Rhone durchschritten habe, bin ich erstmals den Dents du Midi begegnet. Und jetzt durfte ich die Tour mit einer Gruppe für Journalisten für Chablais Tourismus führen! Wie ich mich auf die Mondlandschaft mit schwarzen Steinen auf dem Col de Salanfe gefreut habe!

Oktober 2010: Liguren, wir kommen!

Doris hat uns wieder bekocht und wir haben die ligurische Küste erwandert und neue Wege entdeckt.

November 2010: BergBuchBrig

Erstmals an der BergBuchBrig, die ich auch mitorganisieren darf, haben wir geführte Wanderungen angeboten. Ich habe ein kleines Grüppchen von Ausserberg entlang des Kulturweges nach Raron zum Rilkegrab geführt.

Dezember 2010: Kulturführer noch grün hinter den Ohren

Seit zwei Monaten besuche ich den Kurs «Guide Patrimoine» in Martigny – Kulturerbe-Führer. Weil es kein deutschsprachiges Angebot gibt, mache ich den Kurs in französisch. Und schon kann ich den Kurs anwenden: viermal zeige ich deutschen Busgästen die Kirchen von Reckingen (Barock/Rokkoko) und Münster (Gotik). Zum Dessert darf ich an Silvester in Sitten einen ganzen Tag durch die Stadt führen. Ich habe unsere Hauptstadt erst in den letzten vier Jahren kennen und lieben gelernt.

Jahr 2009

Januar 2009: Schneeschuhlaufen mit 10 Journalisten

Trotz eines fantastischen Winters habe ich nur wenige Gruppen zum Schneeschuhlaufen. Im Goms darf ich zwei Tage zehn Journalisten die tiefverschneiten Landschaften zeigen.

März 2009: Servelat-Braten beim Schneeschuhlaufen

Haben Sie schon einmal im Winter Servelat am offenen Feuer gebratet? Wir habens auf einer Schneeschuhtour gemacht! Knapp unter der Moosalp bei Bürchen, bei anderthalb Meter Schnee. Allerdings haben wir das Holz im Rucksack mitgenommen, damit der Versuch auch gelingt.

April 2009: Das Pilgerbuch kommt auf den Markt

An einer vom Rotten-Verlag schön gestalteten Vernissage in der Burgerstube von Stalden durfte ich den Eingeladenen und der Presse mein Buch „Pilgerweg Neues Jerusalem“ vorstellen. Im Pilgerbuch beschreibe ich auf 172 Seiten die Wanderung von Spiez durch das Simmental, über den Rawilpass nach Sierre, ins Val d’Anniviers und ins Turtmanntal, über St. Niklaus ins Saastal über den Monte Moro nach Macugnaga und über den Bottigiapass nach Varallo. Im August werde ich die Wanderung selber führen. Das Buch ist im Handel oder bei mir p.salzmann@rhone.ch erhältlich. Die Details zur Wanderung finden Sie unter „Angebote“ auf dieser Homepage. Kommen Sie mit! Es lohnt sich.

Mai 2009: Die Weinwander-Saison beginnt – für mich auch im Museum

Thema am Weiterbildungstag unserer Weinwander-GmbH (http://www.weinwanderungen.ch/) war „Animationen im Rebberg“. Ich verteile Schnüre, gefrorene Beeren und Rebscheren, verspritze Parfüm und ein wenig Salzsäure – und die 14 Wanderleiter deutscher und französischer Zunge und unsere drei Etros haben ihre helle Freude daran. Ich baue seither dies Animationen in all meine Rebwanderungen von Visperterminen bis Fully ein und die Gruppen- und Firmenteilnehmer vergessen die Verwirrungsmethode des Traubenwicklers nie mehr.

Erstmals führe ich Gruppen durch das Kantonale Weinbaumuseum in Salgesch. Ich habe grossen Spass zu erklären, warum früher die Frauen in den Walliser Rebbergen schwere Arbeiten verrichteten, wieso Bischof Joder einen Teufel als Markenzeichen hat oder wieso Helikopter ökologischer sind als Rucksackmotoren.

Juni 2009: Erlebnisse unter Tag

Als Koordinator zwischen Museen und Tourismus am Simplon bin ich ständig auf Jagd nach guten Sujets für Bilder.

An einem Junisonntag steige ich mit Rolf Gruber, dem Goldjungen (http://www.simplon-trekking.ch/) von Gondo hoch ein paar Meter in die Leopold-Galerie. Eine Goldmine, aus der und verschiedenen anderen von 1894-97 mehr als 33 kg Gold herausgearbeitet wurden. Ein Goldvreneli mit Gondogold aus dem Jahre 1897 hat an einer Auktion in Zürich für den Rekordpreis von 68 000 Franken den Besitzer gewechselt… Wir interessieren uns aber für den Stockalperstollen, der 200 Höhenmeter weiter oben seinen Eingang hat. Gut ausgerüstet und mit 10 000 Franken Fotomaterial steigen wir in die Mine. Welche Farben unter Tag! Drei Stunden und etwa 250 m im Berg bei etwa 10 Grad werden mit tollen Bildern belohnt. Danke, Rolf ! Wer übrigens echtes Gold waschen und finden will, ist bei Rolf in besten Händen.

Als Ausbildner der angehenden Wanderleiter begleite ich die 2. Klasse jeweils während einer Woche in ein mir fremdes Gebiet. Das Moorgebiet im hinteren Entlebuch und die Schrattenfluh sind dieses Jahr das Thema. Höhepunkt ist der Besuch einer Kalkhöhle am Fusse der Schrattenfluh. Wir durchschreiten kapellengrosse Säle und lassen uns in die Geheimnisse der Schrattenfluh einweihen. Die anschliessende Kletterei in den Karrenfeldern mit verbundenen Augen, geführt durch die Worte einer Kollegin, ist das intensivste Bergerlebnis, das ich je gehabt habe.

Juli 2009: Den Walsern auf der Spur – im grossen Walsertal

Als Mitglied des Vorstandes der internationalen Walservereinigung bin ich erstmals verantwortlich für die Organisation der Walserreisen anfangs Juli und Ende August. Die Reise führte über das Laternsertal, das Furkajoch und Damüls nach Faschinajoch ins Wellnesshotel Faschina. Frank Sperger, unser Gastgeber und Bergführer, begleitet uns jeden Tag und verrät uns viel aus dem Leben der im 12. Jh. aus dem Wallis eingewanderten Walser. Wir haben Glück mit dem Wetter – nur beim Regenschauer am Freitag besuchen wir das Kloster St. Gerold, wo die Besiedlung des Grossen Walsertales begann. Höhepunkt der Wanderung war für mich der Blumenlehrpfad mit Türkenbund, Alpenrosen, Knabenkräuter, Rapunzel, Narzissenblättrige Anemone und hundert weitere Blumen waren fein säuberlich angeschrieben.

Juli 2009: Mit italienischen Freunden von Brig nach Domodossola

Den ganzen Stockalperweg von Brig, Start mit einer Führung im Stockalperpalast, über den Simplonpass, Übernachtung in Gondo, auf den Moncerapass, wo wir vom Komitee des italienischen Literaturfestivals Letteraltura fürstlich zum 400. Geburtstag von Stockalper empfangen wurden. Erstmals lernte ich zu Fuss das Bognancotal kennen. Wild, saftig grün, schön. Zum Abschluss ein Glas Wein in einem privaten Keller in Domodossola. Ciao amici! Auf Wiedersehen Simplon – der schönsten Kulturlandschaft, die ich kenne, zwischen Pass und Dorf. Seit vier Jahren bemühe ich mich um Gäste, die ich über den schönsten Alpenpass führen dürfte – bisher ist es ein Traum geblieben.

August 2009: Pilgerreise nach Varallo mit dem Autor

Drei Jahre trug ich das Buch schwanger. Vor drei Jahren wurde ich angefragt, ein Buch über eine Pilgerwanderung von Spiez (Abzweiger des Jakobsweges) nach Varallo Sesia (UNESCO-Kulturerbe, ältester und grösster Sacro Monte Oberitaliens, Beginn des Baues um 1500, kurz vor der Reformation).

Mit Begeisterung und Fleiss ging ich daran, lief, recherchierte, führte Gespräche, schrieb, fotografierte, gestaltete. Im letzten Frühling brachte es der Rotten-Verlag auf den Markt. Gemeinsam konnten wir die Pilgerwanderung als Leserreise ausschreiben. „Tagesmärsche bis zu 10 Stunden, bis zu 1800 m Aufstieg pro Tag“. Ich glaubte kaum, dass sich jemand dieser Tortour unterziehen würde.

Zu sechst sind wir in Spiez gestartet, ein Dutzend erreichte das Ziel in Varallo. Unglaublich! Die Leistung, die die Pilger vollbracht haben ist gewaltig. 200 km in 9 Tagen – mit 10 000 Höhenmetern. Und das alles mit allem Gepäck, meistens knapp unter 10 kg, mit zwei Liter Wasser. Das Team verstand sich bestens – eine Wohltat von Gästen! Nicht einmal als ich mich in Eisten verlaufen hatte (wohlgemerkt: Eisten, 7 km von meinem Wohnort, wo ich meine Begleiter mehr als eine Stunde durch Gestrüpp und ehemaliges Felssturzgebiet führte – welche Blamage!) reklamierten die TeilnehmerInnen über die unnötige Zusatzschlaufe.

Wer beten wollte, hatte dazu Gelegenheit in den Kapellen und Kirchen, die wir besuchten, aber auch unterwegs in stillen Momenten. Es war aber nie Pflicht und nie offiziell. Die Leistung an sich grenzte schon an Meditation. Auch das Wetter spielte mit. Zweimal mussten wir den Regenschirm auspacken, die Tropfen waren aber kaum der Rede wert. Nach zehn Tagen intensiver Leistung und Zusammensein fiel der Abschied sehr schwer. Während die Gruppe per Cisalpino wieder die Schweiz erreichte, nahm ich den Bus ins Tal zuhinterst nach Alagna, um mit den Seilbahnen die Walsersiedlung Gressoney im Aostatal zu erreichen, um die Walserwanderung des Jahres 2010 vorzubereiten.

August 2009: Walsertouren in Italien und im Vorarlberg

Von der Pilgerreise startete ich direkt in Varallo, nahm den Bus nach Alagna und die Seilbahnen nach Gressoney. In knapp zweieinhalb Stunden war ich im Hotel. Per Auto rundherum hätte ich länger gehabt (ca. 250 km!). Mit Rosmarie, Sepp und Rupert erkundeten wir das schöne Lystal für die Walserwanderung 2010. Mich beeindruckten die Investitionen in neue Bahnen und Berghütten im Aostatal für eine sichere Tourismuszukunft. Ganz im Gegensatz zum benachbarten Valsesia (Ausnahme Alagna, das mit Gressoney mit der Seilbahn verbunden ist), das ausstirbt und verwaldelt.

Zurück im Wallis durfte ich ein paar Gruppen durch unsere Weinberge führen und dabei wächst mir länger je mehr Leuk ans Herz, das mit Schloss, Beinhaus und alter Rebe viele spannende Elemente enthält, die die Besucher überraschen.

An der zweiten Walsertour im Vorarlberg hatten wir leicht besseres Wetter als im Juli. Hilde, die quirlige Hotelière, organisierte uns noch kurzfristig eine Messe mit dem neuen Probst Kolumban im Stift St. Gerold. Der schöne Sonntag bescherte uns vom Gipfel eine Rund- und Weitsicht bis zum Titlis.

September 2009: Tour Cervin – rund ums Matterhorn

Sonntagabend um 20 Uhr kamen wir zurück von der Walserreise, Montagmorgen um 6 Uhr wurde ich von Freunden abgeholt um zusammen mit ihnen die Tour Cervin zu machen. Augstbordpass, Meidpass, Sorebois, Col de Torrent, Col Collon, Col de Valcornière, Fenètre de Tsiganaz, Theodulpass, Topalihütte, Wasulicke. Die Tour hat es in sich. Schön, aber sie ist nicht zu unterschätzen! Von den 8 Pässen geht die Hälfte über 3000 m Höhe! Das heisst aber auch, dass die Steinwüsten zahlreicher werden und die Vegetation karger wird. Vieles auf der italienischen Seite war neu für mich. So habe ich innert einem Monat einen grossen Teil des italienischen Grenzbereiches zum Wallis gesehen. Meine Freunde hatten sich konditionell gut vorbereitet und so war es eine Freude, diese Tour kennenzulernen. Pikantes Detail der Tour Cervin: Den Cervinio, das Matterhorn, sieht man vor allem auf der Etappe von Breuil-Cervinia nach Zermatt – und sonst selten.

September 2009: Wein – Whisky – und Eis

Der Rest des Septembers war reich befrachtet mit Weinwanderungen. War das eine schöne Saison! Heuer war ein Frucht-Jahr. So nach dem Motto: hat es viele Baumnüsse, gibt es ein Jahr mit vielen neugeborenen Jungen, hat es viele Zwetschgen, gibt es (aber das erzähle ich später).
Das gute Wetter hat die Oechslegrade hochgetrieben und ich war viel während der Weinernte mit Gästen im Weinberg.
Übrigens noch zur Auflösung des Rätsels: wenn es viele Zwetschgen gibt, gibt es viel Konfitüre :)) Ich konnte sogar noch Wein-Touren mit Sternguckerabenden verbinden.

Zweimal durfte ich Bankleute zuerst auf die Moosalp in die Moorlandschaft zu einer Whisky-Degustation mit Krimi verführen. Tags darauf gab es jeweils eine Mutprobe über die neue Hängebrücke, die die Riederalp mit der Belalp verbindet. Der Whisky-Mutmacher mundete ebenso wie der Walliser Fast-Food mit Ausblick auf den Aletschgletscher. Wozu das Bergseil diente, verrate ich hier nicht. Nur soviel: den Gletscher überquerten wir nicht.

Oktober 2009: Marathonprogramm für Pensionierte

Eine Gruppe Deutscher, die Hälfte davon inzwischen pensioniert, durchwandert die Schweiz wochenweise von Ost nach West. In ihrem 13. Jahr sind sie in der Region Leuk angelangt. Zwei bis drei Tage vorwärts, der Rest gilt den Seitentälern, der Kultur und der Kulinarik. Diese Gruppe durfte ich von Salgesch, wo ich am Vorabend eine reine Pinot-Noir Degustation organisiert hatte, nach Leuk ins Bottaschloss, in die Kirche und in den 500 Jahre alten Keller von Graziosa und Hans-Peter Giger führen. Nach einem kurzen Halt beim Metzgi in Turtmann erreichten wir am Nachmittag den Panoramapunkt „Stand“ auf 2100 m bei schöner Rundsicht auf die Walliser und Berner Alpen. Der Sternabend mit Schwan, Kassiopeia und Milky-Way war dann noch das Sahnehäubchen.

Oktober 2009: Radwoche am Bodensee und Ligurienwoche

Meine Stammgruppe, mit denen ich schon in Ligurien und am Murtensee war, wünschte sich heuer eine Radwoche am Bodensee. Wir landeten mit unserer Hotelwahl einen Volltreffer. Insgesamt haben wir den Bodensee fast umrundet und das Wetter hat sich gehalten. Gemütliche Tagestouren mit Abstechern in schmucke Städtchen wie Meersburg oder Stein am Rhein führten uns durch die herrliche Seelandschaft. Eines fiel uns allen auf: das gut ausgebildete und freundliche Servicepersonal in allen Restaurants und Betrieben. Eine Radwoche am Bodensee: zum Weiterempfehlen!

November 2009: Mein Kulturmonat

Wegen Terminkollision mit der Walserwoche habe ich die Mitarbeit beim int. Literaturfestival Leukerbad aufgegeben. So bin ich bei BergBuchBrig zugestiegen. Am Multimedia-Anlass, der von Andreas Weissen mit KollegInnen im Zeughaus Glis erfolgreich organisiert wird, herrscht eine sehr angenehme Stimmung und ich habe Filme, Vorträge und Bücher wie ein Schwamm eingesogen.

An der Bilder-Vernissage von Jean Scheurer bei Graziosa Giger in Leuk durfte ich den Wein Vitis Antiqua, einen Cornalin mit einer Künstleretikette von Jean Scheurer vorstellen. Lampenfieber hoch zwei – aber es ging ohne Spick auch gut.

Aus Steinen Farben herstellen, war das Thema des Tageskurses, den ich mit meiner Frau und meiner Schwester am Walensee besucht habe. Eindrücklich und ganz einfach: ich kann Ihnen das einmal an einem gemeinsamen Tag zeigen. Seither habe ich einen viel schwereren Rucksack :))

Als Koordinator am Simplon hätte ich diesen Sommer viele schöne Bilder vom Simplon schiessen sollen. Da ich viel unterwegs war, hat es nicht für alles gereicht. Im November jedoch hat mich Rolf Gruber zum Goldwaschen mitgenommen. Steine, Kies und Sand (Rolf weiss wo) in eine Goldpfanne und dann ab ins Wasser. Natürlich habe ich es geschafft, einen der Gummistiefel mit kaltem Wasser zu füllen. Brrr! Aus meiner zweiten Pfanne konnten wir ein Nugget herausholen. Sicher denken Sie jetzt an ein kaffeebohnengrosses oder noch grösseres Stück. Viiiiel kleiner! Noch kleiner als der Kopf einer metallenen Stecknadel. Zum Glück hatte ich den kleineren Fotoapparat mit der Makro-Funktion dabei, um mein Vermögen auf Rolfs Fingernagel ins rechte Licht zu rücken. Danke, Rolf, für den Goldrausch.

Dezember 2009: Es hat geschneit – endlich Schneeschuhlaufen!

Zuerst geht es noch für die Kommunikationsagentur www.blitzdonner.ch auf eine Tour durch meine Heimatregion. Wir haben zusammen für das Kraftwerk Mattmark www.kwm.ch auf dem Mattmark-Staudamm eine Ausstellung einrichten dürfen, die im September das Tageslicht sah. Ein spannender Film über die Geschichte und Entstehung des grössten Erddammes von Europa läuft im kleinen, extra dazu eingerichteten Kino.

Ende November kam der erste Schnee und ich bin am Erkunden von schönen Schneeschuhtouren.

Ende Dezember bin ich Busbegleiter für Turtmann und unsere Hauptstadt Sion. Ich kenne Sion ein wenig von meinen Fotoaufträgen. Ich durfte letztes Jahr die Titelstory «Sion-Sitten» für die Revue Schweiz fotografieren und habe dabei die schönsten Ecken von Sion kennenlernen dürfen. Obelix war auch schon in Sion. Oder kennen Sie etwa die Menhire von Sion nicht? Dann kommen Sie mit mir auf eine Führung durch Sion und ich zeige sie Ihnen.

Jahr 2008

Juli 2008: Bärentrekk – der happige

Meiringen – Grindelwald – Lauterbrunnen – Griesalp – Kandersteg. Vor den imposanten Wänden von Wetterhorn, Eiger, Mönch, Jungfrau, Gspaltenhorn und Blüemlisalp durch, konnte ich meine Gäste in 4 Tagen trotz Aufstiegen von 1500 m sicher zum Oeschinensee führen, wo uns schliesslich ein Gewitter abduschte. Eine Gewaltstour, die nur mit guter Kondition zu machen ist, aber lohnenswert!

August 2008: Meine erste Walserwanderung

Seit bald einem Jahr bin ich als Vorstandsmitglied der Internationalen Walservereinigung zuständig für die Walserwanderungen. Ende August nehme ich erstmals im Berner Oberland Ost an der Walserwanderung teil und bin überrascht, wie die gut die Teilnehmer (die meisten sind zwischen 60 und 85) der Leistungsgruppe trainiert sind. Ohne Wimpernzucken laufen sie 6 Std. und 1500 Höhenmeter – täglich – in einem Tempo, das ein Wanderleiter mit seiner Gruppe kaum anschlagen würde. Brienzerrothorn, Mürren, Gelmersee und Engstlenalp waren die Ziele. Im September war ich dann mit den Walser-Wanderleitern im Grosse Walsertal auf Reko-Tour für die Walserwanderungen der Saison 2009.

August 2008: Hochsaison bei den Weinwanderungen

Die http://www.weinwanderungen.ch/ haben Hochsaison. Nicht weniger als 12 Personen sind für unsere Wein & Natur GmbH an einem Wochenende unterwegs. Ich selber bin an einem Wochenende mit drei verschiedenen Gruppen auf Weinwegen und an selben zwei Abenden auf Torrent zum Sterngucker-Znacht. Trotz Nebel auf Torrent bei Leukerbad haben wir Glück: Der Himmel reisst beide Male während je einer halben Stunde auf und wir können die meisten Sternbilder um das Sommerdreieck sehen.

September 2008: Wallis on Tour in Deutschland

Wallis Tourismus hat mich eingeladen, als Wanderleiter das Wallis und seine neun mitmachenden SubRegionen als Wanderleiter vorzustellen. In Berlin waren 40 Journalisten im Saal, in Köln und Frankfurt 20 und in Stuttgart 15 Journalisten und der Generalkonsul. Ich habe die Journalisten in die ältesten Kreditkarten, den deutschen Sternenhimmel (ist beinahe derselbe wie bei uns), in die Walliser Geologie, die wie ein Lasagne-Unfall entstanden ist und in die heissen Wasser (?!) des Wallis eingeführt. Mein Abschluss war jeweils der Herbsttag von Rilke, der 5 km von meinem Wohnort seine letzte Ruhestätte fand. Die Abende wurden jeweils mit Diskussionen, Walliser Trockenfleisch-Teller, Raclettes, feinem Walliser Wein und Abricotine abgeschlossen. Die Woche ist unvergesslich. Danke, Wallis Tourismus, den Wanderleitern in Deutschland diese Plattform geboten zu haben.

Oktober 2008: Herbstwanderwoche im Dreiseenland

Vom geschichtsträchtigen Mont Vully haben wir eine Woche lang bei herrlichem Wetter und kaum Nebel den Murtensee, den Bielersee und den Neuenburgersee erkundet. Neben diversen Degustationen in Kellereien gehörten ein Fischermorgen und der Besuch von Murten, Neuenburg und Avenches zum Rahmenprogramm. Unsere auffallendste Erkenntnis: Die Murtensee-Region hat eine hervorragende Gastronomie.

November 2008: Ortsführungen mit allem Drum und Dran

Der November bot wettermässig für das Wallis ungewöhnlich viel Niederschlag.

Im Unterwallis war ich auf Rekotouren. Das Geschäft ging saisonal etwas zurück (Wanderungen zu Spätlesen waren gefragt wie noch nie), dafür nahmen aber die Ortsführungen zu.

Neben den Exkursionen durch den schmucken (verborgenen) Ortskern durch meinen Lebensort Visp konnten wir 40 Teilnehmer eines Unternehmens durch den mittelalterlichen Orskern von Leuk führen. Wir waren in der Stephanskirche, im Beinhaus, umrahmt von über 10 000 menschlichen Schädeln, in der Botta-Glaskuppel im Schloss Leuk und statteten der ältesten Rebe der Schweiz vor der galleriagraziosagiger, wo wir auch die Kunstausstellung von Christine Eichenberger besuchten, einen Besuch ab und kosteten selbstverständlich einen Cornalin Vitis Antiqua 1798, den Wein von der ältesten Rebe. Zum Abschluss servierte uns Michel Villa in der Burgerstube Raclettes und Sorbet Malvoisie.

Dezember 2008: Schnee an St. Nikolaus

Schneefall behinderte uns Nikoläuse auf dem Weg zu den Kindern. Nicht weniger als 6 Kinderzeichnungen und über 35 strahlende Kinderaugen waren der Lohn für meine Familienbesuche mit Schmutzli und Engel.

Am Sonntag, 7. Dezember war dann höchste Zeit für die erste Schneeschuhtour. Von der Hellela ob Zeneggen über Eistmatten nach Bürchen durch den frisch verschneiten Wald bei stahlblauem Himmel. Und ich hatte keinen Fotoapparat dabei! Wir konnten uns kaum sattsehen an den frisch verschneiten Büumen und Landschaften.

 

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